Das Grüne Zimmer

3. März 2015  |  Mitglieder erzählen über das Uferwerk |  von Karin Kaiser

Draußen ist es kalt, drinnen denken wir grün – am letzten Sonntag im Februar. Wir sitzen zusammen beim Workshop für unser Außengelände, Freigelände, oder nenn es auch Garten. Die Sonne scheint durchs Fenster, die Zweige in der Vase in unserer Mitte leuchten auf. In der Vorstellung sprießen Fragen wie Gänseblümchen: Wie wollen wir zusammen leben, draußen in unserem größten Gemeinschaftsraum? Wie wollen wir unser grünes Zimmer gestalten?

Schritt für Schritt, von Tisch zu Tisch, loten wir die Grenzlinien aus:

  • Privat vs. Gemeinschaft
  • Ruhe vs. Spiel
  • Offen vs. Geschlossen
  • Plan vs. Anarchie

Ausgesprochen, diskutiert, notiert, nehmen unsere Wünsche, Träume und Pläne Gestalt an:

Beete und Ballspiel
Wildnis und Wasser
Feuerplatz und Steg
Ranken und Radieschen
Hühnerglück
Sitzen zwischen Bohnen und Targetes
Petersilie unterm Fenster
Boule und Basketball hinterm Haus
Zaun oder kein Zaun?
Lehmofen oder Gartenküche?
Bauspielplatz und Buddelkiste

und noch viel mehr…

Als die Sonne ums Haus gewandert ist, am Ende des Treffens, ist klar: Als erstes soll es einen Plan geben, einen Basisplan, der vorgibt was wo, auf welchen Flächen entstehen soll. Ein Plan, der uns Richtung gibt und der Raum lässt für einen gemeinsamen Prozess des Entstehens und Wachsens im Detail.

Heute ist der Plan beschlossen, jetzt geht es los!

Und Leute – bis zur ersten Etappe, dem Einzug im September, sind es bloß ein paar Monate. Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und die Spaten schultern – möge die grüne Macht mit uns sein!