Grundstück im vierten Anlauf

22. November 2014  |  Mitglieder erzählen über das Uferwerk |  von Mirko Kubein

Nach dem dreimaligen Scheitern an drei feinen Grundstücken in Potsdam sieht nun alles so aus, als würde unsere Genossenschaft im vierten Anlauf in Werder glücklich werden. Die Erleichterung und die Freude darüber ist groß. Dennoch ist es auch jetzt – vier Wochen später – für viele von uns noch unglaublich. Aber es ist wahr: Wir haben am 20. Oktober 2014 vom Vorbesitzer das wunderschöne Grundstück am Zernsee in Werder übergeben bekommen!

Endlich darf der Sekt fließen…

Alle wesentlichen Hürden wurden bis dahin zum Teil mit großem Einsatz auf allen Seiten überwunden. Nur so konnten wir nahezu fristgerecht mit dem Schlüssel in der Hand auf dem besenreinen Gelände vergnügt die Gläser klirren lassen.

Seitdem Zukunftswerkstatt haben endlich (fast) alle Mitglieder das ehemalige Schaltgerätewerk eingehend besichtigten können. Nicht wenige Besucher sind einfach nur beeindruckt von der Weitläufigkeit des Areals, dem verwunschenen Ufer und dem nostalgischen Industriecharme. An manchen Stellen braucht es nach wie vor etwas Petzow Phantasie, um sich den Ort wohnlich vorzustellen. Andere Ecken überraschen dagegen mit bisher ungeahnten Potenzialen.

Zum Beispiel als Tanzsaal. Logisch, dass wir anlässlich der Übernahme den Ort gleich auf seine Möglichkeiten zum gemeinsamen Feiern hin überprüft haben. Funktioniert prima! Draußen Lagerfeuer, drinnen Disko. Als einer der Höhepunkte unseres internen Festes wird vielen wohl der Moment in Erinnung bleiben, als sich zum Ende des Laternenumzugs mit den Kindern über dem großen Zernsee der riesige gelbe Mond vom Horizont löste.

Der wichtigste Schritt liegt nun hinter uns. Wir haben ein Grundstück. Nun müssen wir gemeinsam etwas daraus machen.

Wir sind bereits kräftig am Bauen. Schon im Dezember werden zwei Familien als sogenannte „Ultrapioniere“ in eines der leeren Gebäude einziehen. Dafür wurden und werden Wände eingerissen, die Böden und Farben erneuert, die Heizung und die Elektrik überprüft, Bäder provisorisch installiert und Küchen eingebaut.

Und so geht es plötzlich nach Monaten zwischen Bangen und Hoffen erstaunlich schnell, dass in dem alten Betrieb am Ende der Luisenstraße in Werder neues Leben entsteht.