Eigenwerke werden zu eigenen Werken

Unsere Eigenwerkswochenenden haben sich im monatlichen Rhytmus etabliert. Unser Ziel ist es alles an Arbeiten aus dem Weg zu schaffen, die uns später teure Handwerkerstunden kosten. Doch mit den Wochenenden zeigt sich immer mehr, dass uns der verbindene und sinnstiftende Anteil viel wichtiger wird. Bei allen Sorgen um steigende Baupreise, langen Verwaltungsstunden, wichtigen Sitzungen und rauchenden Köpfen, macht es einfach glücklich mit den Händen zu arbeiten, ein zu reissen, damit neues entstehen kann, in „meiner“ Wohnung zu stehen und zu erleben, wie alle hier schon Hand angelegt haben, sich tragen lassen zu dürfen von anderen, für egal wer da wohnt die Fliesen ab zu hauen, Kinder dabei zu haben, die gut versorgt sind in dem Kinderprogramm oder neben mir mit dem Hammer stehen, staubig, dreckig und abgekämpft zu einem gedeckten Tisch zu kommen, weil andere für mich kochen und sorgen, zwischen durch baden gehen, weil keiner eine Stechuhr zückt und ich jetzt Pause machen will. Mich gebraucht fühlen und trotzdem frei bleiben.

Wir erfühlen jetzt was Gemeinschaft kann und wir haben Lust auf das ganze Gemeinschaftspaket mit allen Konflikten und Kämpfen und allen Möglichkeiten von Verbundenheit, versorgt sein und versorgen.

Du kannst die große Flex stemmen, ich kann Torte machen, ich kann Pläne lesen und du den Schlagbohrer wirbeln, ich saniere Asbest und du baust das Floß mit den Kindern. Ich reisse die Wand ein und du stapelst die Steine. Wir hebeln die Stahltore gemeinsam aus, wir stehen zusammen im Dreck, wir machen zusammen den Buckel krumm. Unsere Synergieeffekte begeistern.

Unsere Eigenwerkswochenenden werden immer mehr zu Hause Wochenenden. Wir übernachten in Zelten, in frisch entkernten Zimmern, wir spielen Volleyball in der Mittagspause und schauen Fussball am Abend und wenn ich morgens in die Bauküche kommt hat irgendwer schon Kaffe aufgesetzt.

Wie geil ist das?

Torte

Biberwerk am Uferwerk

Tatsächlich!

Es residiert
ein Biber im Bau
an unserem Ufer.

Was tun Herr Biber?
Auf Zehenspitzen gehn?
Die Stimme dämpfen?

Und die Havel
schwapp schwapp
nickt dazu
ja ja
ein Biber eben
er ist euch schutzbefohlen.

Nun denn
heißen wir ihn willkommen
verziehn uns zum Steg
weit weg
vom
Biberreich
Biberwerk
Biberbau

Auf gute Nachbarschaft Herr Biber und Frau!

Biber b
Foto: Burghard Sell

Das grüne Zimmer

Draußen ist es kalt, drinnen denken wir grün – am letzten Sonntag im Februar. Wir sitzen zusammen beim Workshop für unser Außengelände, Freigelände, oder nenn es auch Garten. Die Sonne scheint durchs Fenster, die Zweige in der Vase in unserer Mitte leuchten auf. In der Vorstellung sprießen Fragen wie Gänseblümchen: Wie wollen wir zusammen leben, draußen in unserem größten Gemeinschaftsraum? Wie wollen wir unser grünes Zimmer gestalten?

Schritt für Schritt, von Tisch zu Tisch, loten wir die Grenzlinien aus:

– Privat vs. Gemeinschaft
– Ruhe vs. Spiel
– Offen vs. Geschlossen
– Plan vs. Anarchie

Ausgesprochen, diskutiert, notiert, nehmen unsere Wünsche, Träume und Pläne Gestalt an:

Beete und Ballspiel
Wildnis und Wasser
Feuerplatz und Steg
Ranken und Radieschen
Hühnerglück
Sitzen zwischen Bohnen und Targetes
Petersilie unterm Fenster
Boule und Basketball hinterm Haus
Zaun oder kein Zaun?
Lehmofen oder Gartenküche?
Bauspielplatz und Buddelkiste

und noch viel mehr…

Als die Sonne ums Haus gewandert ist, am Ende des Treffens, ist klar:
Als erstes soll es einen Plan geben, einen Basisplan, der vorgibt was wo, auf welchen Flächen entstehen soll. Ein Plan, der uns Richtung gibt und der Raum lässt für einen gemeinsamen Prozess des Entstehens und Wachsens im Detail.
Heute ist der Plan beschlossen, jetzt geht es los!
Und Leute – bis zur ersten Etappe, dem Einzug im September, sind es bloß ein paar Monate. Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und die Spaten schultern – möge die grüne Macht mit uns sein!

Türen auf für Nachbarn und Gäste aus Werder.

Jetzt sind wir offiziell!

Für einem Moment im Fokus von Werder. Nachbarn und Vertreter der Stadt sind zu Gast und hören aufmerksam zu, welche Grußworte Mitglied und Vorstand Timo Kaphengst findet, stellen Fragen und bekommen Antwort.

Nachbarn und Vertreter der Stadt Werder sind zu Gast und hören aufmerksam zu, welche Grußworte Mitglied und Vorstand Timo Kaphengst findet, stellen Fragen und bekommen Antwort.

Die spannende Übergabe des (wahrhaftig!) Goldenen Schlüssels fand schon im Oktober statt.

Schweißbäche in den Wochen zuvor bei allen Mitgliedern. Und vor allem für diejenigen, die unmittelbar, und streckenweise rund um die Uhr, in das Übergabeprotokoll involviert waren.

So eine Immobilie am See geht schließlich nicht einfach mal so über den Tisch. Schon gar nicht, wenn die eine Vertragspartei aus fast 80 Mitgliedern besteht, die ihrerseits absolutes Neuland betreten. Weiterlesen

Unterstützen Sie uns!

Die Uferwerk Genossenschaft hat als ein Ziel, dauerhaft bezahlbaren und sicheren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen.

Um uns bei diesem Vorhaben aktiv zu unterstützen, besteht die Möglichkeit unterstützendes Mitglied zu werden.

Wir freuen uns auf Sie! Sprechen Sie uns an!

Timo Kaphengst, Telefon: 0331- 95130785
Dominik Benke, Telefon: 0151-58015133

E-Mail: vorstand@uferwerk.org