Wer wir sind.

Im Uferwerk kommen Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Lebensentwürfe zusammen; Architektin und Krankenpfleger, Tischlerin und Unternehmensberater. Viele haben eine akademische Ausbildung, alle bringen sich nach ihren Möglichkeiten ein: Mit handwerklichem Know-How und Geschick, Freude an Organisation und Verwaltung oder kreativer Konfliktlösungskompetenz.

Ein Uferwerk voller Menschen

Wir sind insgesamt 90 Erwachsene und 60 Kinder – unsere Spanne an Lebenserfahrung bewegt sich zwischen 3 Monaten und 78 Jahren. Unser Zusammenleben ist in diversen Wohnformaten organisiert; ob als Wohngemeinschaft im Turm, als Gemeinschaftsküche, in der sich die Bewohner*innen eines Wohngebäudes versammeln, oder als „private“ Wohnung – für alle Bedürfnisse ist was dabei. Und manchmal leben wir (fast) alle gemeinsam auf dem Hof.

Unsere Genossenschaft

Uns eint der Wunsch nach selbstbestimmtem, nachbarschaftlichem und ökologischem Wohnen. Organisiert sind wir daher als Genossenschaft. Aus unserer Sicht steht das Genossenschaftsmodell für Mitbestimmung und Gleichberechtigung der Mitglieder und setzt der Spekulation mit Wohnraum ein alternatives Modell entgegen. Geführt wird die Uferwerk eG von Vorstand und Aufsichtsrat, deren ehrenamtlich tätigen Mitglieder zugleich auch der Genossenschaft angehören. Indem wir uns selbst verwalten, ist jedes Mitglied gefragt, sich aktiv in die Gestaltung und Verwaltung der Genossenschaft einzubringen. Grundsätzliche Entscheidungen bereiten wir in Arbeitsgruppen vor und stimmen in monatlich stattfindenden Plena darüber ab. Mit unserer Satzung haben wir uns klare Regeln für unsere Beschlussfassung oder auch die Rechte und Pflichten des Vorstands gegeben.

Wie es wurde, was es ist

Gegründet wurde die Uferwerk eG im Herbst 2011 als Hain 24 eG. Nach mehreren erfolglosen Anläufen zum Kauf anderer Grundstücke in Potsdam haben wir im Oktober 2014 das 17.200 qm große, ehemalige Fabrikgelände der Schaltgerätewerk Werder GmbH unweit vom Bahnhof Werder und direkt an der Havel gelegen, übernommen. Das denkmalgeschützte Ensemble aus klassizistischer Fabrikantenvilla (gehört heute nicht zum Gelände) und Fabrik war nahezu vollständig erhalten. Der Ort blickt auf eine lange, schon im 18. Jahrhundert beginnende Periode der industriellen Nutzung zurück. Errichtet als Ziegelei wurde er nach einer wechselvollen Geschichte seit den 1960er Jahren als Schaltgerätewerk (SGW) genutzt.

Der Kauf war der Startschuss für eine denkmalgerechte Sanierung des Geländes, das mit Abschluss der Baustelle im Sommer 2017 insgesamt Wohn- und Lebensraum für über 150 Menschen bieten wird. Seit dem Frühjahr 2015 sind die sanierten Altbauten bezogen, die ersten Neubauten wurden im Herbst 2016 fertiggestellt. Die letzten Wohnungen sind im Juli 2017 bezugsbereit.

Die Projektentwicklung und Bauleitung liegen bei der Architektengemeinschaft PLANMARIE ARGE, bestehend aus Jan Jacob und Winterer + Mohr Architektinnen GmbH.  Der Schwerpunkt des Büros liegt im ökologischen Bauen und in der Entwicklung von genossenschaftlichern Wohnformen. In seiner Funktion als Bauherr wird die Genossenschaft zudem vom Projektsteuerungsbüro L.I.S.T. GmbH unterstützt.